Panarea
Ist umgeben von Inseln und Inselchen, unter denen Basiluzzo auffällt, weil es eine Küsten Gliederung von aussergewöhnlicher Schönheit besitzt. Die Insel wird ausgezeichnet durch eine unberührte Natur und durch eine reiche und rare Vegetation, die Möglichkeit zu den verschiedensten Ausflügen bietet, unter denen wir hier besonders den zur Conca dellaCalcara empfehlen möchten.
Funde bezeugen, dass Panarea bereits während der Bronzezeit bewohnt war.
Bedeutend sind vor allem die Reste einer mittelbronzezeitlichen Siedlung auf dem Kap Punta Milazzese, die der nach diesem Fundort benannten Milazzese-Kultur (ca. 1430–1270 v. Chr.) zuzuschreiben sind. Diese Kultur zeigt sehr starke Verwandtschaft zur ungefähr zeitgleichen Thapsos-Kultur Siziliens. Die Siedlung befand sich, sehr gut geschützt, auf den steilen Klippen des Kaps und war nur über den schmalen Isthmus, der das Kap mit dem Rest der Insel verbindet, zugänglich.
Die Siedlung bestand offenbar nur relativ kurz. Importierte Mykenische Keramik aus Griechenland, lässt sich – soweit bestimmbar – ausschließlich in die Phase Späthelladisch III A1 datieren,[2] was bedeuten würde, dass die Siedlung gegen Ende des 15. Jahrhunderts bzw. im frühen 14. Jahrhundert v. Chr. bewohnt war. Viele Gefäße und andere Gegenstände, die in situ in den Gebäuden vorgefunden wurden, deuten auf ein sehr plötzliches Ende der Siedlung hin.
In der Antike hieß die Insel auf Grund der reichhaltigen Fauna und Flora Eunonymus (Insel der guten Vorzeichen).
Im 16. Jahrhundert suchte der Korsar Turgut Reis (auch Dragut genannt) mehrmals Unterschlupf an der Ostküste Panareas. Der Ortsname Drauto wird darauf zurückgeführt.